Auch gebrauchte Bücher haben Liebhaber
Jeder, der beim Lesen gern etwas in der Hand hält, statt mit einer Mouse den Bildschirm hoch oder runter zu scrollen, kennt es: Im Laufe der Jahre stapeln sich immer mehr gebrauchte Bücher in Regalen, Schränken und Kartons. Denn längst ist kein Stauraum mehr vorhanden, um weitere Leseexemplare zu sammeln. Wohin damit also, wenn selbst der letzte Winkel mit Büchern belegt ist? Wegschmeißen können die wenigsten. Gerade wenn es sich um gebrauchte Bücher handelt, mit denen besondere Erlebnisse oder Stimmungen verbunden werden. Zum Trödler bringen wäre eine Möglichkeit. Auf dem Flohmarkt finden viele Exemplare ebenfalls einen Abnehmer. Selbstverständlich gibt es auch im Internet zahlreiche Börsen und Märkte, in denen ausgelesene Bücher für kleines, meist also sehr wenig, Geld verkauft werden können. Dann bleibt noch die Möglichkeit, sie gegen ungelesene Exemplare zu tauschen oder einfach zu verschenken. Bei all diesen Möglichkeiten spielt es keine Rolle, ob es sich um Kinderbücher, Lyrik, Prosa oder sonstige Inhalte handelt.
Das Problem wird mit der Zeit immer das gleiche sein. Nur bei spezieller Literatur gestaltet sich das Thema etwas anders. Bei manchen Büchern wäre es alles andere als ratsam, sie wegzugeben, da sie immer wieder gebraucht werden. Fachliteratur ist oftmals gespickt mit persönlichen Anmerkungen, die neue Leser stören würden. Die ersten Bücher des eigenen Kindes, vor allem Malbücher, werden auch meist sehr ungern aus der Hand gegeben; die Erinnerung ist einfach unbezahlbar. Und man selbst freut sich ja mitunter auch sehr, wenn man seine „Erstlingswerke“, mit Buntstift und viel Liebe hergestellt, nach ein paar Jahrzehnten noch einmal durchblättern kann.
All die Liebe zu Altem und der Gedanke, sich nicht unbedingt von allem zu trennen, nur weil es alt ist, ändert nichts daran, dass keiner in einem Bücherlager leben möchte. Also muss irgendwann das eine oder andere Buch den Haushalt verlassen. Auf welchem Weg auch immer. Eine Möglichkeit, die sich in den letzten Jahren nicht nur immer größerer Beliebtheit erfreut, sondern den obigen, mitunter doch recht quälenden Gedanken, sich von etwas lieb Gewonnenem zu trennen, geradezu ein Schnippchen schlägt, ist das so genannte Bookcrossing.
Beim Bookcrossing werden gebrauchte Bücher „freigelassen“, so dass andere Leser sie finden können. In jedem Buch wird beispielsweise vermerkt, wann man es im Zug, in einer Kneipe, auf der Parkbank oder an ähnlichen, öffentlichen Stellen liegen gelassen hat. Der Finder notiert seinerseits, wann und wo er das Buch gefunden hat. Sobald es ausgelesen ist, wird es wieder „freigelassen“ und so wiederholt sich das Procedere ein ums andere Mal. Auf diese Weise haben schon unzählige gebrauchte Bücher die ganze Welt bereist und zahlreichen Interessenten Freude bereitet. Sie landen dabei weder im Müll, noch fristen sie ihr Dasein in irgendwelchen Kisten im Keller. Und zudem ist es neben dem Inhalt immer recht interessant zu erfahren, welche Wege die einzelnen Bücher bereits zurückgelegt haben.
Entsprechende Internetseiten bieten Bookcrossern die Registrierung von freigelassenen oder gefundenen Büchern an. So wird nicht nur das günstige Lesen von immer neuen Büchern ermöglichst, sondern jedes einzelne ist auch noch mit kleinen Besonderheiten verbunden und geht zudem nie verloren. Mehr Freude können gebrauchte Bücher kaum machen.
Der Einkauf gebrauchter Bücher kann in vielen Bereichen sinnvoll sein. Oft genügt es aber sogar sich solche in Bibliotheken auszuleihen. Wer sich jedoch beispielsweise über die aktuelle Desigual Mode informieren möchte, der sollte vielleicht doch besser in aktuelle Bücher oder Zeitschriften sehen, da die Mode sich schließlich von Jahr zu Jahr weiterentwickelt. Interessiert man sich hingegen lediglich für den Werdegang, können ältere gebrauchte Bücher dabei helfen einen Einblick in die Entwicklung zu bekommen.
Viele Menschen bekommen vom Lesen Kopfschmerzen. Dies ist in den meisten Fällen auf eine mögliche Sehschwäche zurückzuführen. Wer zu stolz ist eine Brille zu tragen, sollte es in einem solchen Fall zumindest mit Kontaktlinsen versuchen. Schließlich ist das Lesen eine wundervolle Sache und auf diese verzichten zu müssen kann bedeuten einiges zu verpassen.
Besonders im Urlaub sind Bücher, gebraucht wie neu, stets gefragt. Wie könnte man schöner entspannen, als vor seinem Sardinien Ferienhaus am Pool zu liegen, einen kühlen Drink zu schlürfen und beim Schmökern den Alltag zu vergessen? Da schadet es auch nichts, sich gleich einen kleinen Vorrat an Lesestoff anzulegen.
Gerade während eines Studiums kann es durchaus hilfreich sein, sich gebrauchte Bücher zu kaufen. Die bereits gemachten Notizen können häufig Fragen aufklären. Doch sollte sich ein Student nicht zu lange über den Büchern aufhalten, sonst bekommt er noch Nackenschmerzen . Aber auch bereits gelesene Romane sind immer noch genauso gut, wie neu gekaufte. Das geschriebene Wort sollte von so vielen Menschen wie möglich gelesen werden. Für den kleinen Geldbeutel sind gebrauchte Bücher ein Segen.
Die wenigsten lesen ein und das selbe Buch mehr als einmal durch. Dadurch ist natürlich immer Bedarf an neuen Büchern. Viele greifen mittlerweile auf das Internet zu um neue Bücher bestellen zu könnnen. Die kleinen Bücherläden mit persönlicher Beratung werden immer weniger. Auch Cafés in denen Bücher gelesen werden und abgegeben werden können, nehmen an Beliebtheit zu. Dadurch kann man mal in Ruhe außerhalb des Hauses einen Kaffee und ein gutes Buch lesen, ohne für das Buch Geld ausgeben zu müssen. Doch auch durch solche Kaffees wird die Nachfrage nach Büchern für den Hausgebrauch gemindert.